Nyeleni Herbsttreffen in Kärnten

Programm

Forum für Ernährungssouveränität Kärnten

2. – 4. November 2018

Ledenitzen, Kärnten – Lorenzhof, Denkmalweg 7

Mit Workshops und Vorträgen, Buchvorstellungen und Spielen werden wir uns dem Thema Ernährungssouveränität auf vielfältige Weise annähern. Auch wenn Du noch nicht viel weißt über Ernährungssouveränität, komm vorbei und werde Teil der Bewegung. Vorstellung von Initiativen für Ernährungssouveränität, Vernetzen mit anderen Gruppen, Aktionen planen – und natürlich gemeinsames Essen, all das wird Teil des Treffens sein.

Freitag, 02.11., 18.00 Uhr

Stadtkino Villach

Eintritt frei!

Im Mai 2016 hat die brasilianische Präsidentin Dilma Roussef „Belo Monte“ offiziell eingeweiht. Den drittgrößten Staudamm der Welt am Amazonasfluss Xingu. Dafür wurden der Urwald gerodet, Fischer und Indigene vertrieben, 40.000 Menschen zwangsumgesiedelt. Strom für multinationale Aluminiumkonzerne und das Schwellenland Brasilien. „Alles gegen das Gesetz“, so die zuständige Staatsanwältin.

Der Film erzählt die vorerst letzte Etappe beim Bau des Megastaudamms – die Flutung. Und deren Vorgeschichte und Hintergründe: den gigantischen Korruptionsskandal „Petrobras“ um die großen brasilianischen Baukonzerne. Jene Konzerne, die Belo Monte gebaut haben. Und die Stadien zur Olympiade in Rio.

Anschließend Podiumsdiskussion mit Johann Kandler. Er engagiert sich seit über 40 Jahren für den Umwelt- und Regenwaldschutz. Er arbeitete über 20 Jahre in Brasilien, wo er gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung für den Erhalt des Regenwalds und die Rechte der Einheimischen kämpfte.

*Diese Veranstaltung wird Fördermitteln der Europäischen Union unterstützt. Der Inhalt der Veranstaltung kann in keiner Weise als Standpunkt der unterstützenden Organisation angesehen werden.

Samstag, 03.11.

9.00 Uhr Begrüßung

9.30 Uhr 1. Session

  • Vanessa Rainer & Sascha Jabali – Erfahrungen einer lokalpolitisch aktiven Bewegung für Ernährungssouveränität

  • Mario Molina-Kescher – Dem Klimawandel mit Permakultur entgegenstreben

  • Johann Kandler – Vortrag und Diskussion zur Situation der Indigenen in der Belo Monte Region, sowie der Landlosen-Bewegung (Movimento dos Trabalhadores Sem Terra, MST) in Brasilien

11.00 Uhr Pause

11.30 2. Session

  • Die Schweizer Volksabstimmung für Ernährungssouveränität – Ergebnis, Erfahrungen, Perspektiven

  • Alexandra Sacher Santana – Permakultur als Lebensweise

  • Crashkurs Ernährungssouveränität für EinsteigerInnen

13.00 Uhr Mittagessen

14.30 Uhr 3. Session

  • Melanie Ossberger – Kleinbäuerinnen im Globalen Süden: Wie Konzernmacht ihr Recht auf Nahrung beschneidet

  • Franz Rohrmoser (Gründer der ÖBV) – Buchpräsentation „Mein Einsatz für bäuerliche Zukunft“

  • Isa Priebernig – Erfahrungen aus dem Görtschitztal: Welche Rahmenbedingungen braucht die kleinstrukturierte Landwirtschaft, um gesunde Lebensmittel zu erzeugen

16.00 Uhr Pause

17.00 Uhr Ernte

18.30 Uhr gemeinsames Abendessen

Sonntag, 04.11.

10.00 Uhr Plenum

11.30 Open Space

13.00 gemeinsames Mittagessen

14.30 Ende

 

Logistisches:

Übernachtung: vor Ort möglich, 2-, 3- oder 4-Bett-Zimmer bzw. Isomatte im Seminarraum, bitte bei der Anmeldung einfach den Zimmerwunsch anklicken, es wird von uns reserviert.

Anmeldung bitte bis 25.10. unter: Bitte um Anmeldung bis 25.10.2018 unter http://www.ernährungssouveränität.at/aktuelles/veranstaltungen/anmelden/ Generell gilt hier lieber spät als gar nicht, also wenn du die Deadline verpasst hast, melde dich bitte trotzdem an!

Verpflegung: Für Speis & Trank (vegan / vegetarisch) wird gesorgt, Mithilfe beim Frühstück wird von Menschen, die vor Ort übernachten erbeten. Um einen finanziellen Beitrag zum Essen wird gebeten, wird zwischen 5€ und 7€ pro Mahlzeit sein.

Kosten: Die Teilnahme am Forum ist kostenlos. Für Essen und Trinken wird um einen Beitrag gebeten (s. Verpflegung), ebenso für die Kinderbetreuung.

Kinderbetreuung: Es wird am Samstag Kinderbetreuung von 9:30 bis 13:00 und von 14:30 bis 16:00 angeboten, damit Mamas und Papas am Workshop-Programm teilnehmen können! Beitrag pro Kind 10€.

Anreise per Öffis nach Villach am Freitag: Zug nach Villach Hbf, zu Fuß ca. 10 Minuten zum Kino, über den Hauptplatz zum Rathausplatz

Fahrt nach Ledenitzen am Freitag Abend nach dem Kino: Es wird einen Shuttle Service geben für all jene, die in Ledenitzen übernachten.

Fahrt per Öffis nach Ledenitzen am Samstag Vormittag: Zug nach Ledenitzen Bahnhof um 7:19 Uhr und gemeinsames Frühstück oder um 10:56 und Ankunft zum 2. Workshop, Fahrt dauert jeweils ca. 20 Minuten. Fußweg vom Bahnhof zum Lorenz (Denkmalweg 7) ca. 7 Minuten. Falls ein Shuttle vom Bahnhof gewünscht ist, können wir vielleicht eine Mitfahrgelegenheit organisieren, bitte schreibt ein Mail an anna.strobach@posteo.at

Heimreise per Öffis am Sonntag von Ledenitzen nach Villach: Abfahrt 12:44 oder 14:44 in Ledenitzen, Ankunft in Villach um 13:07 oder 15:07 – es wird auch PKW-Mitfahrgelegenheiten nach Villach geben.

Zug am Sonntag von Villach nach Wien: Stündlich um 14 nach

Wir haben eure Agrarpolitik satt!

Hinter dicken Schlossmauern treffen sich am 25. September die AgrarministerInnen der EU-Mitgliedsstaaten, um die Weichen für die Landwirtschaft und Ernährung der Zukunft stellen. Statt einer grundlegenden Kurskorrektur wird ein „Weiter-wie-bisher“ aufgetischt. Diese Politik hat uns Höfesterben und Agrarfabriken eingebrockt und verschärft die Klimakrise. Als KonsumentInnen, Bauern und Bäuerinnen und ArbeiterInnen müssen wir jetzt auslöffeln? Wir haben es satt! Deshalb schlagen wir Alarm!

Wann: Dienstag, 25. September um 8:00 Uhr
Wo: Schloßhof 1, 2294 Schloßhof (Karte: Open Source Map für die Aktion)

Wir stehen für eine kleinbäuerliche Landwirtschaft, die das Klima schont, für artgerechte Tierhaltung, gerechten Handel, gute Arbeitsbedingungen und gutes Essen für alle!

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Ernährungssouveränität im Hofer-Supermarkt?

„Zurück zum Ursprung“, die Bio-Eigenmarke vom Diskonter Hofer, will sich das positive Image von Ernährungssouveränität zu Nutze machen. „57% besser bei Ernährungssouveränität“ steht seit Neustem auf ihren Milchpackungen. Doch mit Ernährungssouveränität hat diese ökologische Aufhübschung nichts zu tun.

In einer Aktion am Nyéléni-Frühjahrstreffen ist dazu ein Video entstanden.

Mosaik-Blog: Fünf Gründe warum man Ernährungssouveränität nicht bei Hofer kaufen kann, von Julianna Fehlinger und Lisa Rail

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Nyéléni Frühjahrstreffen am Klimacamp

Gutes, gesundes und lokal angepasstes Essen für alle Menschen zugänglich zu machen ist die Vision der Bewegung für Ernährungssouveränität. Dieses scheinbar einfache Ziel ist eine riesige Herausforderung für unsere Gesellschaft: Millionen von Menschen leiden an Hunger und Mangelernährung und sind gezwungen, sich von ungesunden Nahrungsmitteln zu ernähren, die unter Ausbeutung von Menschen und Natur produziert werden. Ernährungssouveränität setzt den akuten Krisen unserer Zeit die Vision einer bäuerlichen und vielfältigen Landwirtschaft, die unser Klima schützt entgegen. Dazu müssen jene die Lebensmittel produzieren, verarbeiten und verteilen, mitentscheiden, wie wir uns künftig ernähren.

Das diesjährige Frühjahrtreffen der Bewegung für Ernährungssouveränität wird vom 30. Mai – 02. Juni 2018, angegliedert an das Klimacamp stattfinden. Die Zelte des Camps werden in Obersdorf bei Wolkersdorf (20 Minuten mit der S- Bahn von Wien) auf dem Hof von ÖBV-Bäuerin Maria Vogt aufgeschlagen.

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Dokumentation: Nyéléni Herbsttreffen in Graz vom 26. – 29. Oktober 2017

 Die österreichische Bewegung für Ernährungssouveränität hat sich im Oktober 2017 in Graz zusammengefunden, um in spannenden (Podiums-)Diskussionen, Workshops, Learning Journeys und Exkursionen Ideen und Wege zu finden, der Vision einer demokratischen Lebensmittelpolitik mit vielfältiger, nachhaltiger Landwirtschaft unter der Prämisse der Selbstbestimmung und einem „Guten Essen für Alle“ ein gutes Stück näher zu kommen. Die Inhalte und Diskussionsergebnisse sind nun in einer ausführlichen Dokumentation nachzulesen! Zum Download: Dokumentation Gutes Essen für Alle Nyeleni Herbst 2017.

Bericht – Zweites pan-europäisches Nyéléni Forum in Rumänien

Über 500 Menschen aus mehr als 40 Ländern versammeln sich vom 25. – 30. Oktober 2016 in Cluj-Napoca, Rumänien, beim zweiten pan-europäischen Nyéléni-Forum.

Das europäische Lebensmittel- und Landwirtschaftssystem wird zunehmend von der Agrarindustrie unter Beschlag genommen. Ziel des Nyéléni Europe Forums war es gemeinsam positive, vielfältige Alternativen für ein ökologisch und sozial gerechtes Ernährungs- und Agrarsystem weiter voranzutreiben. Das Forum brachte Kleinbäuer*innen, Fischer*innen, Viehhalter*innen, Konsument*innen, städtische Gärtner*innen, Indigene, Forscher*innen, Landarbeiter*innen, Umweltaktivist*innen, Menschenrechtsaktivist*innen und Gewerkschafter*innen zusammen. Die Versammlung war ein wichtiges Sprungbrett für eine starke Bewegung für Ernährungssouveränität in Europa.

Nun könnt ihr die Ergebnisse des Forums in diesem Bericht nachlesen: Bericht Europäisches Nyéleni-Forum 2017

Workshop: Ernährungsräte als Instrument für Ernährungssouveränität in Städten

Im Rahmen der Tagung Gutes Essen für Alle am 28.10.2017 um 14:30 Uhr
am Institut für Geographie und Raumforschung, Uni Graz

Städte haben heute eine besondere Beziehung zu Lebensmitteln – sie sind Konsum- Ballungsräume in denen kaum noch selbst produziert oder verarbeitet wird; der Bezug zum Ursprung der täglichen Mahlzeiten ist für die meisten Menschen verloren gegangen. Ebenso wie die Möglichkeiten, darauf Einfluss zu nehmen.

Das wollen Ernährungsräte ändern: vom politischen Konzept der Ernährungssouveränität ausgehend, wollen sie die Erfahrungen und das Wissen möglichst vieler Akteur*innen aus dem Ernährungssystem zusammenführen, um sich für eine sozial gerechte und ökologisch nachhaltige Nahrungsproduktion und -verteilung und eine lokale Ernährungspolitik einzusetzen.

Welche unterschiedlichen Wege und Instrumente dafür genutzt werden können, mit welchen Herausforderungen Ernährungsräte konfrontiert sind und welche Lösungen es geben könnte, soll im Workshop mit Charlotte Kottusch  vorgestellt und gemeinsam erarbeitet werden.

Das gesamte Programm der Tagung Gutes Essen für alle findest du hier.

Workshop + Film: “Entwicklungshilfe” für Konzerne

Im Rahmen der Tagung Gutes Essen für Alle am 28.10.2017 um 14:30 Uhr
am Institut für Geographie und Raumforschung, Uni Graz

Landgrabbing-Geschäfte von Finanzinvestoren in Sierra Leone und Sambia.

Entwicklungsfinanzierung aus Europa spielt eine zunehmend wichtige Rolle bei der beschleunigten Expansion des Agribusiness und Land Grabbing im südlichen Afrika. Dass solche Investitionen nicht zielführend für die Verwirklichung des Rechts auf Nahrung sind zeigen zahlreiche Fallbeispiele, die mit Brigitte Reisenberger anhand von Filmausschnitten diskutieren werden.

Die Identifizierung und die Zuordnung von spezifischen menschenrechtlichen Verantwortungen und diesbezüglicher Pflichten wird noch anspruchsvoller, während gleichzeitig die Finanzinvestoren mehr und mehr Kontrolle und Entscheidungsmacht über die Investitionen beanspruchen.

Das gesamte Programm der Tagung Gutes Essen für alle findest du hier.

Workshop: Sezonieri-Kampagne für die Rechte von Erntehelfer*innen in Österreich

Im Rahmen der Tagung Gutes Essen für Alle am 28.10.2017 um 10:00 Uhr
am Institut für Geographie und Raumforschung, Uni Graz

Wie wir solidarisch handlungsfähig werden. Österreicher*innen, die in der heimischen Landwirtschaft als Erntehelfer*innen arbeiten, kann man an einer Hand ablesen.

Warum das so ist, lässt sich erst verstehen, wenn mensch sich die miserable Arbeits- und Lebensbedingungen der Erntehelfer*innen ansieht.

Die Ausbeutung von migrantischen Erntearbeiter*innen hat System. Wie dieses System funktioniert und wir es entgegen steuern, welche Handlungsmöglichkeiten wir – alle – haben, nicht nur als Konsument*innen, was die Sezonieri-Kampagne ist und macht, wie wird eine soziale Gruppe, die so extrem prekär ist, unterstützen  – das erarbeiten wir am Workshop anhand von konkreten Fällen und von Arbeitskämpfen von Erntearbeiter*innen.

Workshop mit Sónia Melo.

Das gesamte Programm der Tagung Gutes Essen für alle findest du hier.