Erklärung der Europäischen CSA-Bewegungen veröffentlicht!

Die europäischen Bewegungen für Community Supported Agriculture (CSA) haben sich auf eine gemeinsame Erklärung geeinigt. Die Europäische Erklärung der CSA-Bewegungen ist in einem 15-monatigen Prozess entstanden, der rund 400 CSA-Aktive aus 13 Ländern beteiligt hat. Beim dritten europaweiten CSA Treffen in Ostrava vergangenen September wurde das Dokument vor 150 Teilnehmer_innen aus 25 Ländern präsentiert. Die deutsche Übersetzung wurde soeben fertiggestellt.

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Gruppenfoto der Teilnehmer_innen des 3. europäischen CSA-Treffens in Ostrava.

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Ernährungssouveränität goes Degrowth

Ernährungssouveränität ist einer Gesellschaft die im Wachstumszwang verharrt nicht umsetzbar. Seit einigen Jahren beschäftigen sich viele Menschen damit, wie unser Gesellschafts- und Wirtschaftssystem ohne Wachstumszwang aussehen kann und was es braucht diesen zu überwinden.

 

 

 

Doch wie genau sieht das Verhältnis zwischen Ernährungssouveränität und Degrowth (wird ins Deutsche meist mit solidarischer Postwachstumsökonomie übersetzt) aus? Was können beide Bewegungen voneinander lernen? Welche gegenseitigen Anregungen aber auch welche Spannungen gibt es? Und wo könnten Bündnisse möglich sein?

Diese Fragen versuchen wir in unserem neuen Beitrag im Rahmen des Projekts „Degrowth in Bewegung(en)“ zu diskutieren. Lest mehr dazu.

 

BÖDEN AUFBRECHEN! Land-Forum für Ernährungssouveränität | 25.-26.11.2016 | Wien

Wir möchten euch herzlich zu „Böden aufbrechen!“ – Land-Forum für Ernährungssouveränität von 25.-26.11.2016 in Wien einladen. Das Land-Forum ist ein Austausch- und Vernetzungstreffen für all jene, die sich für demokratische, ökologische und sozial gerechte Zugangs- und Nutzungsformen von Land einsetzen. Der Zugang zu Land ist eine Grundvoraussetzung für das Menschenrecht auf Nahrung und Ernährungssouveränität. Vollständiges Programm und Facebook-Event

Wir haben spannende Gäste eingeladen: Ana González – EHNE-Bizkaia (Baskenland), René Tettenborn – Ökonauten eG (Deutschland), Sjoerd Wartena – Tierre de Liens (Frankreich), Sylvia Kay – Transnational Institute TNI (Niederlande), Isabella Lang – NEL , Julianna Fehlinger – ÖBV-Via Campesina Austria, Sarah Kumnig – Universität Wien,  Arthur Kanonier – Technische Universität Wien, Franz Staudinger, Landwirtschaftskammer OÖ, Brigitte Reisenberger – FIAN Österreich, Margit Fischer – Rasenna, Brigitte Kratzwald – commons.at, u.v.m.

TAGUNG


Freitag 25.11.2016 (13:00-20:00)
in der VHS Ottakring | 16., Ludo-Hartmann-Platz 7

  • Panel 1: Land in welcher Hand?! Welche politischen und wirtschaftlichen Dynamiken bewirken die zunehmende Landkonzentration weltweit, in Europa und in Österreich?
  • Exkurs zum rechtlichen Status quo in Österreich: Wie funktionieren Raumordnungsrecht und Grundverkehrsrecht?
  • Panel 2: Mit Recht zu Land?! Welche Rolle spielen rechtliche Rahmenbedingungen für Landkonzentration und zunehmende nicht-landwirtschaftliche Nutzung von Land?
  • Gemeinsam aktiv werden!?  „Markt der Initiativen”

 

ARBEITSGRUPPEN


Samstag 26.11.2016 (09:00-17:30)
in der VHS Penzing | 14., Hütteldorfer Straße 112

  • AG 1: Die FAO-Leitlinien zum Zugang zu Land als praktisches Werkzeug und Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit lokalen Behörden (ganztägig)
  • AG 2: Land als Commons – Einführung in Geschichte und Praxis der Commons und Commons als Schlüssel zu Land (vormittags)
  • AG 3: Mit Vermögenspools Land sichern und Ernährungssouveränität aufbauen
  • AG 5: Hofbörse – Perspektive Landwirtschaft (nachmittags)

Insgesamt gibt es vormittags und nachmittags acht Kleingruppen-Einheiten. Vier sind bereits belegt, vier im Sinne von „Open Space“ noch frei gehalten. Wir bitten interessierte Arbeitsgruppenanbieter*innen bis 17.11.2016 ihre inhaltlich zum Land-Forum passende Workshopidee bei office@fian.at zu deponieren. Wir melden uns dann umgehend.

Deutsch und Englisch werden als Sprachen angeboten!
Anmeldung mit Arbeitsgruppenpräferenz
(begrenzte Teilnehmer*innenzahl) und Sprache bitte unbedingt bei office@fian.at
Die Teilnahme ist kostenlos!

Eine Veranstaltung im Rahmen des Projekts „Hands on the Land for Food Sovereignty“ und Nyéléni Austria. Veranstaltet von FIAN Österreich, ÖBV-Via Campesina Austria, NEL- Netzwerk Existenzgründung in der Landwirtschaft, Verein RASENNA – Boden mit Zukunft, VHS – Die Wiener Volkshochschulen.

NYELENI: ein Lob an das Logistik-Team (vor Ort)!

Ich möchte ein Lob, ein hohes Lob aussprechen an das Logistik-Team des NYELENI-FORUMs vor Ort in Cluj …

… v.a. dafür, dass das mit dem Essen so super geklappt hat!

Ich meine: 500 Leute fünf Tage lang dreimal täglich zu verköstigen – das ist keine Kleinigkeit, das ist kein Kinderspiel …

Das habt’s Ihr super hingekriegt … !!!

Es war immer reichlich da, und es hat super geschmeckt. (Ich war auf der veganen/vegetarischen Seite zu finden, die Fleisch- und Wurst-Seite müssen andere beurteilen.)

Und was mich v.a. auch sehr beeindruckt, ja begeistert hat, ist die Tatsache, dass Ihr es geschafft habt, das alles ohne (Billig-/Plastik-)Einweg-Geschirr und –Besteck zu bewerkstelligen …

Auf diese Weise fällt natürlich viel weniger Müll an, es wird so gesehen ein sehr klares und deutliches Zeichen für mehr Nachhaltigkeit, für eine andere Art des Umgangs mit der Natur gesetzt.

Natürlich muss dann neben der Küchen- auch noch die Abwasch-Logistik organisiert werden.

Danke auch für diese Organisation und danke an alle, die sich beim Abwaschen engagiert haben! (Ich selber habe es – ich schäme mich, ich gebe es zu – leider nicht geschafft, mich da einzubringen … L)

Danke, liebes ORGA-Team!

Danke, liebes Logistik-Team vor Ort!

Danke allen, die gekocht haben (außerhalb des EXPO-Geländes)!

Danke dem KochKollektiv für die Organisation der Küche vor Ort …

Es hat super geklappt!

DANKE!                                                                                                                                                                                   Johannes

Tag 3: „Ausflug nach Rosia Montana“ oder: „Was sind die wahren Werte?“

Der 3.Tag des NYELENI-Forums in Cluj war als „Feldtag“ geplant, d.h. an diesem Tag sollten wir, die TeilnehmerInnen des Forums, Gelegenheit haben (und sie auch nützen), verschiedene konkrete Initiativen (–> Ernährungssouveränität) hier in Rumänien kennen zu lernen.

Ich habe den Tag genützt, das Dorf „Rosia Montana“ in den Apuseni-Bergen zu besuchen, wo es Gold gibt und wo seit Alters her Gold (und andere wertvolle Metalle) abgebaut wird, schon in der Römerzeit und sogar schon davor durch die dort ansässige Bevölkerung. In bis zu 50, ja bis zu 90 Ebenen sind die „Gold-Berge“ über die Jahrhunderte richtiggehend „durchlöchert“ worden, und in der kommunistischen Zeit ist man sogar dazu übergegangen, Gold im Tagbau zu gewinnen, d.h. man hat begonnen, die Berge (von oben her) regelrecht abzutragen …

Und in den letzten Jahren ist um Rosia Montana direkt ein Kampf entbrannt: ein internationaler Konzern hat sich für die goldhaltigen Berge und die Schürfrechte dort vor Ort interessiert und will diese Interessen natürlich auch durchsetzen.

Auf der anderen Seite stehen verschiedene rumänische Organisationen/NGOs (u.a. die rumänische „Via Campesina“-Teilorganisation ECO-RURALIS, die die Rechte der Kleinbauern/-bäuerinnen vertritt) unterstützt von NGOs auf europäischer und internationaler Ebene und von einem niederländischen Journalisten, der sich hier 7 Jahre vor Ort voll diesem Kampf gewidmet hat.

Aus dieser Protest-Bewegung hat sich auch die Tradition eines jährlichen Festes (im Sommer) entwickelt, das unsere FreundInnen von ECORURALIS auch tatkräftig mit Lebensmittel-Spenden unterstützen.

Und bei einem dieser Aktivisten aus der ECORURALIS-Bewegung, Eugen DAVID, hatten wir dann auch die Ehre: Wir waren dort auf seinem Hof (Familienbetrieb) alle (über 100 Leute, 2 Busse voll !!!) zum Essen eingeladen. Es war sogar ein zwei-gängiges Menü … !!!

Das Essen fand unter freiem Himmel statt – das war wegen des wunderschönen Herbstwetter mit Sonnenschein Gott-sei-Dank ganz gut möglich …

Die Erfahrungen dieses Tages – schon von der Anreise durch diese wunderschöne Landschaft, wo man auch schon viele Menschen aus kleinbäuerlichen Betrieben auf ihren Höfen z.B. bei der Mais-Ernte von Hand beobachten konnte  – über den Besuch der Gold-Mine bis hin zum krönenden Abschluss: dem Essen bei Familie DAVID im Freien – haben mich ehrlich gesagt schon sehr nachdenklich gemacht:

Was sind unsere Werte? Was sind die wahren Werte?

Ist es das Geld, das sich irgendwo anhäuft/ kumuliert?

Ist es das Gold, das mit so viel Mühe und unter großem technischen (heutzutage auch: chemischen) Aufwand aus den Bergen von Rosia Montana gewonnen und von dort in die jeweiligen Zentren der Macht transferiert wurde, um dort den jeweils Herrschenden zu Ruhm, Ansehen, Macht oder Reichtum zu verhelfen … ???

Sind das unsere Werte?

Ist das die Energie, die uns leben lässt?

Von den Erfahrungen dieses Ausflugstages muss ich zumindest mit aller Deutlichkeit und Entschiedenheit sagen: NEIN! Nein, nein, nein und noch einmal NEIN !!!

Die Energie, aus der ich lebe (aus der wir leben nach meiner Überzeugung) ist viel mehr das Andere:

Das, was die Erde wachsen lässt, was die Erde hervorbringt, das was die Mutter Erde uns schenkt, das, was Gott, der Schöpfer, auf der Erde wachsen lässt uns zur Nahrung, uns zur Freude, dass wir es genießen, dass wir es miteinander teilen und damit: das LEBEN TEILEN, dass wir damit uns ernähren, uns und unsere Kinder und auch die Alten und die, die nichts haben auf dieser Erde … Die Früchte der Erde teilen und genießen in Liebe, in Freude, in echter, gelebter Solidarität, so dass niemand, wirklich niemand mehr zu hungern braucht auf dieser Erde …

Und dieses TEILEN und GENIESSEN und SCHENKEN … in großer FREUDE, LIEBE und SOLIDARITÄT … das durfte ich, das durften wir ein Stück weit erleben dort in Rosia Montana, dort bei der Familie DAVIDDANKE !!!

Das sind für mich: die wahren Werte … !!!

Das Gold – wer braucht das? Wen macht das glücklich? Vergesst‘s es!

Darum: FOOD SOVEREIGNTY – NOW!

Und: FOOD SOLIDARITY – NOW!

Das sind die wahren Werte! Das lässt uns leben!

Johannes

Tag 3: Rechte der KleinbäuerInnen

3.Tag: Freitag, 28.Okt.’16: „RIGHT of PEASANTS UN Declaration“

(Film und Diskussion)

Es war nur ein kurzer Film, vielleicht 10 Minuten, und doch: sehr informativ.

Was war der Inhalt?

Die Aussage war, dass es grundsätzlich zwei verschiedene Möglichkeiten gibt, die Weltbevölkerung zu ernähren:

  1. (das, was jetzt noch die Mehrheit innehat:) der „kleinbäuerliche Weg“/„the peasants‘ way“ oder auf gut spanisch gesagt: „La via campesina“(=Name der internationalen Organisation, die maßgeblich das FORUM mitorganisiert) und
  2. (leider zur Zeit sehr im Vormarsch:) die „Agrar-Industrie“: Hier wird nur noch großflächig – oft auch: gentechnisch verändert –angebaut und geerntet und die Produkte mit hohem technischen Aufwand … in Lebensmittel-Fabriken verarbeitet, verpackt, um dann – für die meist international agierenden Großkonzerne – möglichst gewinnbringend auf den (Welt-)Markt gebracht, gehandelt, verkauft werden … dabei spielt auch die Spekulation mit den Gütern an den internationalen Börsen, wo auch die Preise ausgemacht werden, eine große Rolle … Hier ist alle Macht bei den Großkonzernen.

Und da gibt es nun auf UNO-Ebene die Bemühung, diese Verschiebung der Produktion von den Kleinen zu den Großen (Konzernen) ein bisschen zu bremsen, ein bisschen aufzuhalten:

FIAN (Initiative für: „Ernährung zuerst!“/eine „FOOD FIRST!“-Initiative) und „VIA CAMPESINA international“, ATTAC und andere Organisationen sind an die UNO herangetreten und haben gesagt: „Halt! Stop! So geht das nicht weiter!“, „Wir kämpfen für die Kleinbauern/-bäurinnen!“

Und so hat man sich zusammengesetzt und eine „RIGHTS of PEASANTS DECLARATION“ erarbeitet …

Und siehe da: Die Ablehnung (bei den VertreterInnen der Mitgliedsstaaten) sinkt von Jahr zu Jahr, und wenn auch noch immer nicht die große Zahl der Staaten zustimmt, so sind wir doch jetzt schon bei einer sehr großen Zahl an Enthaltungen (alle EU-Staaten) und nur noch einer Gegenstimme (in Nord-Amerika – welches Land wird das wohl sein?) …

Also gehen wir weiter diesen Weg, den kleinbäuerlichen Weg: LA VIA CAMPESINA!

VIVA LA VIA CEMPESINA! (Es lebe der kleinbäuerliche Weg!)

Und vielleicht können wir auch sogar (mit Che Guevara) rufen, laut rufen, ja schreien:

HASTA LA VICTORIA SIEMPRE!

HASTA LA VICTORIA SIEMPRE! (Bis zum Sieg … immer!)

Johannes

Nyeleni Cluj Tag 2: Kampagnen-Schmiede“ – die 6 Vorschläge

 

Do, 27.Okt.’16    CLUJ – 2.NYELENI-EUROPA-FORUM – 2.Tag

„Kampagnen-Schmiede“ – die 6 Vorschläge (der NYELENI-EUROPA-Prozess geht in die nächste Runde)

 

Am Nachmittag des zweiten Tages (Do) des FORUMs ging es dann in die nächste Runde: Aus den Vorschlägen und Erörterungen aus den 4 Achsen (Mittwoch Nachmitag) und den politischen Überlegungen vom Donnerstag Vormittag (mit den 4 Ebenen) sowie aus den sonst noch eingebrachten Themen hat das Vorbereitungsteam 6 Vorschläge erarbeitet, wo und für was wir uns als europäische NYELENI-Bewegung für ERNÄHRUNGSSOUVERÄNITÄT in den nächsten Monaten und Jahren in die Gesellschaft/Politik einbringen wollen. Andere, darüberhinausgehende Vorschläge sollen nach Möglichkeit in diese Themen-Vorschläge integriert, und „Bildung“ soll als „Schwerpunkt-Materie“ in allen Arbeitsgruppen für das weitere Arbeiten möglichst intensiv eingebracht werden.

Die 6 Vorschläge (für Aktionen und Kampagnen) lauten:

  • Land, Wasser und Fischerei (natürliche Ressourcen) in die Hände der Leute!
  • Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft, Rechte für (migrantische) LandarbeiterInnen!
  • Bäuerliche Ökologie (Agrar-Ökologie)
  • Überregionale Handelsmodelle
  • Lokale Verteilungssysteme
  • Agrarpolitik, Ernährungspolitik, Klima &Energiepolitik

Die Delegationen wurden gebeten, sich in den einzelnen Arbeitsgruppen einzubringen (wegen der teilweise eingeschränkten Übersetzungs-Kapazitäten mussten sich einzelne Delegationen bzw. die Mitglieder, die nur eine Sprache sprechen, für einen oder zwei Arbeitsgruppen entscheiden).

Möge der Prozess gelingen, sodass wir als Bewegung in der nächsten Zeit stark, entschlossen und überzeugend auftreten und auch wirklich etwas bewegen und verändern können … !!!

Johannes

‚Our diversity is our strength‘

‚We are the wise‘ – wie wahr. Ich mache mir die diverse Expertise und Erfahrung bewusst, die sich seit gestern Abend am Expogelände von Cluj ballt, und muss Jyoti Fernandes, Vertretreterin einer britischen Bauernvereinigung und Eröffnungsrednerin des Forums, Recht geben. Die anwesenden 500 Teilnehmenden des Nyeleni-Forums für Ernährungssouveränität in Cluj, Rumänien, stammen aus über 40 Ländern. Sie sind Kleinbäuer*innen, Fischer*innen, Viehhalter*innen, Konsument*innen, städtische Gärtner*innen, Indigene, Forscher*innen, Landarbeiter*innen, Umweltaktivist*innen, Menschenrechtsaktivist*innen und Gewerkschafter*innen.

Einige von uns sind schon seit vielen Jahren im Bereich Ernährungssouveränität aktiv, andere sind ebenso motiviert, aber erst seit kurzem Teil der Bewegung. Alle eint jedoch ein Ziel: der Kampf um Ernährungssouveränität in Europa. Und nicht nur da. Das Forum ist zwar ein europäisches, aber Teilnehmer*innen aus myanmar, der Mongolei, Brasilien, Honduras und Zimbabwe bereichern den Austausch durch weitere Perspektiven. Die Atmosphäre ist ohne Frage international – die unverzichtbaren ehrenamtlichen ÜbersetzerInnen von COATI leisten Grandioses um dennoch für Verständigung untereinander zu sorgen.

Gemeinsam Strategien entwickeln

Das Ziel des Forums ist vor allem die Deklaration zu Ernährungssouveränität, die 2011 in Krems, Österreich entstand, durch Handlungsanleitungen zu ergänzen. Die Frage ist also: Wie können wir Ernährungssouveranität in Europa realisieren? Den Einfluss der Konzerne auf das Lebensmittel- und Landwirtschaftssystem zurückdrängen? Wie kann es gelingen, wieder die Menschen, nicht die Profite, in den Fokus der Politik zu rücken? Am heutigen Tag näherten wir uns diesen Fragen über Diskussionen zu vier thematischen Achsen (Modelle der Lebensmittelproduktion und Konsumverhalten; Lebensmittelverteilung; das Recht auf natürliche Ressourcen und Gemeingüter; Arbeitsbedingungen und Soziales im Agrar- und Ernährungssystem) an.

In den nächsten Tagen wollen wir gemeinsam eine Strategie erarbeiten. Wir werden Kampagnen und Aktionen entwickeln, die ein ökologisch und sozial gerechtes Ernährungs- und Agrarsystem vorantreiben. Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Ländern und Sektoren – von den Kleinbäuer*innen über NGOs und food coops – ist dafür unumgänglich. In Cluj wird dafür der Grundstein gelegt. Es liegt an uns, die Ergebnisse der nächsten Tage wirksam in unserer eigenen, diversen Arbeit umzusetzen. ‚Our diversity is our strength‘, sagte Jyoti und wird Recht behalten, wenn sie meint, dass wir den Kampf gewinnen werden. Immerhin hätten wir, so ebenfalls Jyoti, einen großen Vorteil gegenüber jenen, die es noch zu überzeugen gilt: ‚the truth is with us‘. Wir müssen nur dranbleiben!

Melanie Ossberger, FIAN Österreich