Handbuch des Widerstands


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Aus Ernährungssouveränitätswiki
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Ausgangssituation

Am Nyéléni-Forum fand sich im Themnschwerpunkt "politische Rahmenbedingungen" eine Kleingruppe zum Thema "Strategien zur Beeinflussung des bestehenden Systems". Die Ausgangsideen waren:

Strategien zur (Re)Demokratisierung (Info, Entscheidungen)

lokale Landnutzungspolitiken beeinflussen

Handlungsmöglichkeiten aufzeigen → Wie ES in gesellsch. Verhältnisse einbetten? Strategien?

Allianzen Wie? Mit Wem?

Widerbelebung der Plattform Wir haben es satt 2.0

Da Stratgien auch irgendwo hinführen sollen, entwickelten wir mehr und weniger realistische

Zielsetzungen

mittelfristig

faire Preise gute politische Rahmenbedingungen für Direktvermarktung (Gesetze und Regelungen)

längerfristig

Raiffeisen zerschlagen Alternativsysteme aufbauen Landwirtschaftsschulen dem Einfluss der OEVP entziehen öffentliches Beschaffungswesen verändern ein besseres Leben für alle

Ideen um diese Ziele zu erreichen

methodisch Etappenziele formulieren Zuspitzung der Ziele Zusammenhänge einfach begreifbar machen Probleme anhand von Einzelfällen aufzeigen direkte Sprache verwenden und klare Botschaften vermitteln

aktionistisch nach aussen Supermärkte unter Druck setzen Gesetze auf die Auswirkung auf bäuerliche Landwirtschft hin überprüfen Werbetrugbilder entzaubern: Das glückliche Schweinchen von der Ja Natürlich Werbung gibt’s nicht auf dem realen Hof Aufzeigen wer vom Ist-Zustand profitiert nach innen: Stärkung der Bewegung Organigramm der Macht: Wer sitzt wo an welchen strategischen Stellen des landwirtschaftlichen Systems und wie können diese Menschen beeinflusst werden gemeinsamer Ressourcenpool organisationsübergreifende interne Informationsplattform

Offene Strategien-Sammlung

Hier könnt ihr Strategien eintragen und beschreiben, die ihr bereits ausprobiert habt oder gerne mit anderen gemeinsam ausprobieren würdet. Ihr könnt auch Beschreibungen zu bereits gesammelten Strategien liefern.

schon mit Erfolg ausprobiert

  • Informant_innen pflegen, Kontakte zu Informant_innen in strategischen Positionen aufbauen und erhalten
  • Kontakte zu den Medien: Netzwerke zu Mainstreamjournalist_innen pflegen
  • Landbesetzungen: Aufmerksamkeit erzeugen, Druck aufbauen
  • Lobbying bei Abgeordneten: Richtiger Zeitpunkt und richtiges Thema sind wichtig
  • Schnelle Kampagnen: vorbereitetes Material oder Vorlagen in der Schublade liegen haben, die man schnell anwenden kann, bevor die Meinung sich festlegt
  • Mit persönlicher Betroffenheit arbeiten: Bei Kampagnen und Aktionen die Verbindung zu persönlichen Belangen aufzeigen
  • Bei Kampagnen möglichst einfache Botschaften transportieren
  • sich groesser machen als man ist: zum Beispiel durch eine Homepage, auf der sich Unterstuetzer_innen eintragen, aber nicht wieder austragen. Die Zahl der UnterstützerInnen ist auf der homepage sichtbar. So gewinnt eine Unternehmung mehr Gewicht.
  • Kampagnenkonzepte auf Vorrat anlegen
  • Image von Konzernen beschädigen
  • Mit Vergleichen zu anderen Kommunen argumentieren: Aufzeigen wo was besser läuft
  • In Aktionärsversammlungen intervenieren - Zum Beispiel: eine Landarbeiterinnengewerkschaft kaufte eine Aktie von einem Konzern, schickt eine Landarbeiterin auf die Aktionärsversammlung und diese schildert dort die Arbeitsbedingungen
  • Website und Plattform für Ernährungssouveränität: „Wir haben es satt 2.0“

gehört, gesehen, gelesen und noch auszuprobieren

  • Medienguerilla a la Yes men
  • veganes Sauschädelessen
  • paradoxe und humorvolle Interventionen jeglicher Art
  • politisches Theater und unsichtbares Theater im öffentlichen Raum
  • Bäuer_in hält Hof: Vorträge und Diskussionen auf einem Hof.
  • Hoffeste mit Nyeleni Beitrag
  • Aktionen mit Pfarrgemeinden und Ortsbäuerinnen: Zum Beispiel Veranstaltungen in Pfarrcafês
  • virale Flashmobs: Flashmobs die sich über soziale Medien verbreiten
  • Unternehmensvorständ_innen zum ungesetzlichen aber verantwortungsvollen Handeln motivieren
  • Soliplattform für vom Handel erpresste Produzent_innen: über die Plattform Menschen mobilisieren, die die Produkte abkaufen, wenn der Handel nicht bereit ist gerechte Preise zu zahlen
  • fairtrade für heimische Lebensmittel: Welche Ausbeutungsbeziehungen stecken hinter regionalen Lebensmitteln? Wer verdient was an einem Produkt. Analog zur clean clothes campaign sichtbar machen, was BäuerInnen, LandarbeiterInnen, VerarbeiterInnen, VerkäuferInnen,Handelskonzerne,... an einem Produkt verdienen.