Workshop: Food Literacy als Empowerment Strategie

Im Rahmen der Tagung Gutes Essen für Alle am 28.10.2017 um 10:00 Uhr
am Institut für Geographie und Raumforschung, Uni Graz

Ernährungssouveränität als politisches Projekt. In dem Workshop soll ein Konzept entwickelt werden, wie Ernährungssouveränität als politisches Projekt vermittelt werden kann und nicht als „Lifestyle-Frage“ für diejenigen, die es sich leisten können. Es geht darum, die politischen Zusammenhänge zu verstehen und
Menschen aus ihrer konkreten Situation heraus handlungsfähig zu machen, ohne moralischen Zeigefinger und jenseits des Appells zu verantwortungsbewusstem Konsum oder gesunder Ernährung.

Mit Brigitte Kratzwald und David Steinwender.

Das gesamte Programm der Tagung Gutes Essen für alle findest du hier.

Workshops: Ernährungssouveränität und Degrowth; Land in Sicht!

Im Rahmen der Tagung Gutes Essen für Alle am 28.10.2017
am Institut für Geographie und Raumforschung der Uni Graz

Zwei weitere spannende Workshops des diversen Programm der Tagung Gutes Essen für Alle.

ab 10:00 Uhr
Workshop + Buchvorstellung: Ernährungssouveränität und Degrowth
Wie passt das zusammen?
Diskussion anhand des Buches „Degrowth in Bewegung(en)“ mit Nina Treu.

ab 14:30 Uhr
Workshop und Erfahrungsberichte: Land in Sicht!
Lokale Handlungsspielräume auf Gemeinde oder Landesebene.
Mit Bernadette Gugerell.

Das gesamte Programm der Tagung Gutes Essen für alle findest du hier.

Podiumsdiskussion: Who cares?

Im Rahmen der Tagung Gutes Essen für Alle am 27.10.2017 um 19:30 Uhr
am Afro Asiatischen Institut Graz

Pflegearbeit & Gepflegt-Werden in ländlichen Gebieten. Auch Altbäuer_innen werden immer älter – und brauchen vermehrt Betreuung und Pflege.

Who cares? Meistens die Bäuerin. Oder eine externe Arbeitskraft: die 24-Stunden-Betreuung.

Wer kümmert sich drum, wenn die Altbäuerin krank wird? Wer pflegt und betreut im ländlichen Raum? Und wen interessiert, wenn es der 24-Stunden-Betreuerin oder der Bäuerin viel zu viel wird?

Pflegen und Gepflegtwerden im ländlichen Raum ist mit speziellen Herausforderungen verknüpft. Gibt es die nötigen Hilfseinrichtungen? Wie geht es einer Arbeitnehmerin, die neu im Land ist, wenn sie wochenlang in der Einöde sein muss? Die Landwirtschaftskammer nennt es »Green Care« – Sorgearbeit als Teil des Multitaskings am Bauernhof.

Wir diskutieren mit Expertinnen aus Pflege- und Betreuungsarbeit, Landwirtschaft, Gewerkschaft und Wissenschaft über Fragen der Care-Arbeitsteilung, des Arbeitsrechts und des Rechts auf gute Betreuung. Über bestehende und fehlende Infrastruktur im ländlichen Raum, über Familienstrukturen und europäische Arbeitsmigration und über Utopien eines guten Pflegens und Gepflegtwerdens!

Wir freuen uns auf eine rege Diskussion mit vielen Erfahrungen vom Podium und aus dem Publikum.

Mit:

  • Mira Palmisano (Kollektiv-Bäuerin mit Pflegerfahrung)
  • Gudrun Bauer (Sozioökonomin und Pflegewissenschaftlerin, Europäisches Zentrum für Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung)
  • Svetlana Ivanova (24-Stunden-Betreuung)
  • Milena Paneva (Österreichischer Gewerkschaftsbund)
  • Moderation: Lisa Bolyos

Das gesamte Programm der Tagung Gutes Essen für alle findest du hier.

Gutes Essen für alle! Tagung zu Ernährungssouveränität 26.-29.10.2017, Graz

Gutes Essen für alle! Tagung zu Ernährungssouveränität
26.-29.10.2017
Ort: Graz, verschiedene Veranstaltungsorte
www.ernährungssouveränität.at

Graz, Wien 5.10.2017 Gutes, gesundes und lokales Essen für alle Menschen zugänglich zu machen, ist  die Vision der Bewegung für Ernährungssouveränität. Im Rahmen von „Gutes Essen für alle! Tagung zu Ernährungssouveränität“ finden von 26. bis 29. Oktober in Graz 20 Workshops, Buchvorstellungen, Podiumsdiskussionen,  Exkursionen zur gemeinsamen Landwirtschaft Jaklhof und ins Stadtteilzentrum Jakomini sowie eine Posterausstellung von Forschungsarbeiten statt. Diskussionsthemen sind:  Demokratische Lebensmittelpolitik, Klima-smarte Landwirtschaft, Solidarische Landwirtschaft, Vereinnahmung von Rechts und Zivilcourage, Machtkonzentration am Milchmarkt, Pflegearbeit, Food Literacy, Zugang zu Land, Rechte von ErntehelferInnen, Landgrabbing-Geschäfte von Finanzinvestoren, De-Growth, Ernährungsräte, uvm.

Ernährungssouveränität setzt den akuten Krisen unserer Zeit eine bäuerliche und vielfältige Landwirtschaft entgegen. Industrielle Landwirtschaft macht gutes Essen zu einem Luxusgut für wenige. Ernährungssouveränität zeigt Wege auf, die es allen ermöglicht die Produktion, Verarbeitung und Verteilung von Essen mitzubestimmen. Dabei geht es um lokale ebenso wie globale Zusammenhänge.

Ernährungsräte: Ernährungssouveränität in Städten
Städte wie Graz haben heute eine besondere Beziehung zu Lebensmitteln. Sie sind Konsum-Ballungsräume, in denen kaum noch selbst produziert oder verarbeitet wird. Der Bezug zum Ursprung der täglichen Mahlzeiten ist für die meisten Menschen verloren gegangen. Ebenso wie die Möglichkeiten, darauf Einfluss zu nehmen. Das wollen Ernährungsräte als Instrument für Ernährungssouveränität in Städten ändern. Der Workshop „Ernährungsräte” vernetzt Initiativen aus Graz, Wien, Innsbruck und Linz.

Migrantische ErntehelferInnen in Österreich
ÖsterreicherInnen, die in der heimischen Landwirtschaft als ErntehelferInnen arbeiten, kann man an einer Hand abzählen. Warum das so ist, lässt sich erst verstehen, wenn man sich ihre miserablen Arbeits- und Lebensbedingungen ansieht. Die Ausbeutung von migrantischen ErntearbeiterInnen hat System. Welche Handlungsmöglichkeiten es jenseits von kritischem Konsum gibt, wird in einem Workshop anhand der Erfahrungen aus konkreten Arbeitskämpfen von ErntearbeiterInnen aus Tirol diskutiert.

Machtkonzentration am Milchmarkt
Butter ist so teuer wie nie – dennoch verdienen Bauern und Bäuerinnen kaum mehr.  MilchproduzentInnen stecken in der Krise. Der österreichische Milchmarkt ist von einer erschreckenden Marktkonzentration geprägt, die Milchbäuerinnen und –bauern  in  Abhängigkeitsverhältnissen hält. Ein Workshop widmet sich der Frage, wie ProduzentInnen gegen die Praktiken der Molkereien unterstützt werden können.

Pflegearbeit & Gepflegt-Werden am Land
Auch Altbbauern und –bäuerinnen werden immer älter – und brauchen vermehrt Betreuung und Pflege. Meistens bleibt die Pflegeabeit bei der Jung-Bäuerin hängen oder wird einer externen Arbeitskraft in Form einer 24-Stunden-Betreuung übertragen. Pflegen und Gepflegt-Werden im ländlichen Raum ist mit speziellen Herausforderungen und Fragen verknüpft:  Gibt es die nötigen Hilfseinrichtungen? Wie geht es einer Pflegerin, die neu im Land ist? Was macht die Bäuerin, wenn sie selber nicht mehr kann? Dem Thema Pflege widmet sich eine Podiumsdiskussion am 27.10.

Die Tagung wird veranstaltet von der österreichischen Bewegung für Ernährungssouveränität „Nyéléni Austria”, dem Arbeitskreis Ernährungssouveränität Graz/Steiermark, FIAN Österreich, ÖBV-Via Campesina Austria, Transition Graz/Austria, Forum Urbanes Gärtnern, attac, sezonieri, BioErnte Steiermark, Jaklhof sowie Hands on the Land.

Die Teilnahme ist kostenlos. Alle Veranstaltungen stehen für Interessierte offen.

Anmeldung:  www.ernährungssouveränität.at/anmeldung
Programmübersicht:  www.ernährungssouveränität.at/nyeleni-herbst-2017/

Pressekontakt und Interviewvermittlung vorab und vor Ort:
David Steinwender: david@transitiongraz.org (Transition Graz; Arbeitskreis Ernährungssouveränität Graz / Steiermark)
Franziskus Forster: franziskus.forster@viacampesina.at 0650 68 888 69 (ÖBV-Via Campesina Austria)
Brigitte Reisenberger brigitte.reisenberger@fian.at 0699 18 33 00 33 (FIAN Österreich)

Workshop: Milch und Macht

Im Rahmen der Tagung Gutes Essen für Alle am 27.10.2017 um 14:30 Uhr
am Institut für Geographie und Raumforschung, Uni Graz

Milchproduzent*innen in der Krise. Was können wir dagegen tun? Der österreichische Milchmarkt ist von einer erschreckenden Marktkonzentration geprägt, die Milchbäuer*innen in extremen Abhängigkeitsverhältnissen hält. Unter der Leitung von Matthäus Rest und Franziskus Forster werden wir uns im Workshop mit der Frage beschäftigen, wie wir Produzent*innen gegen die Praktiken der Molkereien unterstützen können.

Das gesamte Programm der Tagung Gutes Essen für alle findest du hier.

Workshop: Vereinnahmung von Rechts und Zivilcourage

Im Rahmen der Tagung Gutes Essen für Alle am 27.10.2017 um 14:30 Uhr
am Institut für Geographie und Raumforschung, Uni Graz

  • Wie wehren wir uns gegen die Vereinnahmung unserer Themen von Rechts?
  • Geben wir rechtem und patriarchalem Gedankengut und Handeln in unserer Bewegung Raum?
  • Was können wir tun, um das zu erkennen und zu verändern? 

In diesem Workshop werden mit Heike Schiebeck und Mira Palmisano Erfahrungen ausgetauscht und Zivilcourage eingeübt.

Das gesamte Programm der Tagung Gutes Essen für alle findest du hier.

Workshops: Demokratische Lebensmittelpolitik und klima-smarte Landwirtschaft

Im Rahmen der Tagung Gutes Essen für Alle am 27.10.2017 ab 10:00 Uhr
am Afro Asiatischen Institut Graz

In 2 spannenden Workshops setzt ihr euch mit wichtigen aktuellen Themen rund um Demokratie in der Lebensmittelpolitik und klimapolitischen Aspekten der Landwirtschaft auseinander.

Workshop: Demokratische Lebensmittelpolitik
Welche politischen Rahmenbedingungen braucht eine bäuerliche Landwirtschaft die ein gutes Essen für alle Menschen ermöglicht? mit Markus Meister

Workshop: Klima-smarte Landwirtschaft und andere Verirrungen
Was tun gegen die Mythen der Agrarindustrie rund um Klima, Ernährung, Landwirtschaft und Energie? mit Carla Weinzierl

Das gesamte Programm der Tagung Gutes Essen für alle findest du hier.

Learning Journey: Direktvermarktung in marginalisierten Stadtteilen

Im Rahmen der Tagung Gutes Essen für Alle am 27.10.2017
Treffpunkt 10:00 Uhr im
 Afro Asiatischen Institut Graz

Food Justice in Graz. Wie kann ernährungssouveräne Lebensmittelversorgung und souveräner Zugang zu Lebensmitteln speziell für tendenziell ausgegrenzte Bevölkerungsgruppen gewährleistet werden?

Spannende Exkursion  zum Stadtteilzentrum Jakomini mit David Steinwender und Sandra Karner – mit gemeinsamem Kochen vor Ort!

Das gesamte Programm der Tagung Gutes Essen für alle findest du hier.

Exkursion Gelawi Jaklhof – Solidarische Landwirtschaft

Im Rahmen der Tagung Gutes Essen für Alle am 27.10.2017
Treffpunkt 14:00 Uhr am Institut für Geographie und Raumforschung der Uni Graz

Ernte und Risiko teilen. Bei der Gelawi (Gemeinschaftsgetragenen Landwirtschaft) übernehmen Landwirt und Mitglieder Verantwortung und Risiko für die landwirtschaftliche Produktion. Während der Hof die Mitglieder (Ernteteiler*innen) mit Lebensmitteln versorgt, stellen diese die (Finanz-)Mittel bereit, die für die Produktion von Obst  und Gemüse nötig sind. Dem zugrunde liegt das Prinzip der Kostendeckung und nicht der Gewinnmaximierung. Andere Begriffe für Gelawi ist SoLaWi (Solidarische Landwirtschaft) oder Community supported agriculture (CSA). 

Seit 2015  kultiviert der „Jaklhof“ auf etwa 3 ha Fläche mit 4000 m² unter Folie Bio-Gemüse und Bio-Obst für 150  Ernteteiler*innen.

Anna Ambrosch führt etwa 2 Stunden durch den Gelawi-Betrieb. Sei dabei bei dieser spannenden Exkursion!

Das gesamte Programm der Tagung Gutes Essen für alle findest du hier.

Poster Session für Forschungsarbeiten von Studierenden

Im Rahmen der Tagung Gutes Essen für Alle am 27. und 28.10.2017

am Institut für Geographie und Raumforschung, Uni Graz

Wir, selbst Studierende, möchten KollegInnen, die sich für einen kritischen Zugang zu Lebensmittelpolitik, Ernährungswirtschaft und Nachhaltigkeit interessieren, zusammenbringen. Dazu laden wir ein, im Rahmen des Herbsttreffens der Bewegung für Ernährungssouveränität bei der Tagung ‘Gutes Essen für Alle’ Seminar-, Bachelor- oder Masterarbeiten in Posterform zu präsentieren, die sonst nur in der Schublade verschwinden.

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