messbar essbar – Ernährungssouveränitätsprojekt beim Social Impact Award

In der steirisischen Ernährungssouveräntitätsvernetzung entstand Ende 2014 ein Projekt zur Schadstoffanalyse urbaner Lebensmittel, das nun beim Social Impact Award eingereicht wurde.

Das Video auf Youtube.

Abstimmen auf der Website des Social Impact Awards.

Eingereichte Infos zum Projekt

Messbar Essbar (ME) ist ein Schadstoffuntersuchungs-Projekt in urbanen Obst und Gemüse, das versucht, mehrere Aspekte zusammenzubringen/zu vereinen: urbane Lebensmittelproduktion, soziale Aspekte des urbanen Gärtnerns und Gesundheitsaspekte.

Dabei fokussiert ME sowohl auf transdisziplinäre Forschung wie Citizen Science und Bewusstseinsbildung für Lebensmittel und deren Herkunft im Zeitraum von Oktober 2015 bis Dezember 2016. und Bildung bzgl. der Herkunft(-sbedingungen) von Lebensmitteln während der Hauptprojektphase von Oktober 2015 – Dezember 2016.

Im Rahmen des Projektes werden zuerst standardisierte Versuchstöpfe vorbereitet und mit beliebten und pflegeleichten Pflanzen bestückt (Karotte, Salat, Tomate). Währenddessen startet einen öffentlicher Aufruf in Graz, um 130 – 150 PatInnen für das Großziehen der Pflanzen zu bekommen. Darauf wird geachtet möglichst unterschiedliche Standortbedingungen zu haben (Abschirmungsgrad von Schadstoffemittenten, Verteilung in Graz, soziale Durchmischung). Während der Pflege werden Workshops organisiert und zu Veranstaltungen eingeladen. Im Sommer, wenn die Pflanzen groß genug sind, kommt einer Auswahl davon ins Labor. Nach der Auswertung der Laborergebnisse findet eine Evaluierung dieser Daten und ein Abgleich mit anderen vorhandenen Daten ab (hier soll mit dem Grazer Umweltamt, Universität etc. eine Kooperation aufgebaut werden). Nach dieser Auswertung wird ein Maßnahmenkatalog entwickelt, der sowohl Richtung Politik und Verwaltung wie auch als praktische Anleitung in Form einer Broschüre / Publikation an die StadtbewohnerInnen adressiert wird. Parallel dazu findet Öffentlichkeitsarbeit (Homepage, Soziale Medien, Kooperation mit Printmedien, Radio) statt. Ebenso soll es möglich sein, Begleitforschung zu diversen Themen im Rahmen des Projektes, vorwiegend durch Studierende, durchzuführen.

Das Projekt strebt an, unterschiedliche Zielgruppen (PatInnen, Öffentlichkeit, Institutionen, Studierende …) im Projekt zusammen zu führen. Über das Projekt hinaus soll eine Unternehmung gegründet werden, welche einen konvivialen (barrierefrei) Zugang zu Schadstoffmessungen schafft. StadtbewohnerInnen sollen dabei günstig und leicht Pflanzen, Erde etc. messen lassen können. Diese Unternehmung soll dann für diese Vermittlung, zur Beratung, Unterstützung und Etablierung eines Bildungsangebotes geschaffen werden.

Das gesamte Projekt soll dabei über die Initiative Transition Graz und dem Verein Forum Urbanes Gärtnern abgewickelt werden (beide, welche in Graz in diesem Bereich tätig sind). Der Studiengang „Nachhaltiges Lebensmittelmanagement“ an der FH-Joanneum soll ebenso eine zentrale Rolle spielen. Unterstützung und Kooperationen sollen mit den Grazer Universitäten (Karl Franzens Universität, TU Graz) aufgebaut werden. Ebenso sollen öffentliche Ämter und Politik in den gesamten Prozess, vor allem zur Maßnahmen Unterstützung angeboten werden. Um schwerreichbare Zielgruppen zu erreichen, werden Grazer Stadtteilzentren in das Projekt eingebunden.

Kontakt: david@transitiongraz.org

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