WIR LÄUTEN DIE AGRARWENDE EIN!

Wann: 8.2.2016 8:00 Uhr
Wo: Austria Center Wien, Congresszentrum, Bruno-Kreisky-Platz1, 1220 Wien (U1 VIC)

Der 8.2.2016 geht in die agrarpolitischen Geschichtsbücher ein. Wir läuten die Agrarwende ein. Endlich, die österreichische Agrarelite hat die Sackgasse erkannt, in der sich die Agrarpolitik befindet. Wir stimmen dem Tagungstitel der Wintertagung des Ökosozialen Forum voll zu: „Billig gibt’s nicht. Irgendwer zahlt immer (drauf)!“ Das Problem wurde richtig erkannt. Wir wollen die Lösung, nämlich eine ökologische und sozial gerechte Agrarwende einläuten und feiern. Für kulinarische Verpflegung, musikalische Unterhaltung und visionäre Festreden ist gesorgt. Kommt und feiert mit!

Tracht ist Pflicht! Kommt im Dirndl, in der Lederhose und mit Janker.
Bringt Kuhglocken! Wir werden die Agrarwende laut begrüßen.

Tagung: Menschenrechte ins Ernährungssystem

FIAN_postkarte_A6_druck

Tagung am 16. Februar 2016 in Wien, Albert Schweizer Haus

Wir stehen am Scheideweg: Soll unser Essen zukünftig von Bäuerinnen und Bauern erzeugt  werden oder von Agrarkonzernen? Mit öffentlichen Geldern wird eine agrarindustrielle Entwicklung

gefördert, die nicht zukunftsfähig ist, die auf steigende Exporte setzt und bei der die Bäuerinnen und Bauern auf der Strecke bleiben. Das Höfesterben geht weiter, die landwirtschaftlichen Betriebe werden in einen weltweiten Verdrängungswettbewerb geschickt. Das haben wir satt!

Weiterlesen

Bericht zu kurzen Lebensmittel- Versorgungsketten

Die europäische Fokus Gruppe EIP-AGRI (Europäische Innovations Partnerschaft für landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit) hat ihre Studie zu kurzen Lebensmittel-Versorgungsketten (Short food supply chains) veröffentlicht. Darin werden die Instrumente zur Implementierung von “Short food Supply chains” vorgestellt, die laut 20 Expert_innen benötigt werden, damit die Einkommen von Bäuer_innen steigen können. Faktoren, die eine Verbreiterung dieser Innovation behindern, sind ebenso enthalten wie Vorschläge zur Lösung dieser Probleme. Der Bericht fokussiert auf dem Aufbau von Kooperationen, in denen mehr als ein Bauer /Bäuerin, Produzent*in, Organisation oder Individuum zusammenarbeiten um kurze Lebensmittelketten für ihre gegenseitige Vorteile zu implementieren. Weiterlesen

Internationale Nyéléni Newsletter

Alle zwei Monate erscheint der internationale Nyéléni Newsletter.

“Er ist die Stimme der internationale Bewegung für Ernährungssouränität. Dieser bietet leicht zugängliche Materialien und Text zu zentralen Themen über Ernährungssouveränität und soll Räume öffnen in denen sich Einzelpersonen und Organisationen, die in die Kämpfe für Ernährungssouveränität involviert sind, austauschen können und ihre Erfahrungen miteinander teilen können. Durch ihn sollen die Grasswurzelbewegungen gestärkt werden.”

Der Newsletter erscheint hier auf Englisch, Französisch und Spanisch.

Weiterlesen

Der kritische Agrarbericht 2016

Der KRITISCHE AGRARBERICHT 2016 ist soeben online gegangen!

Zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche in Berlin präsentierte das AgrarBündnis den Kritischen Agrarbericht 2016. Schwerpunkt des 320 Seiten starken Jahrbuches ist das Thema „Wachstum“.

Der kritische Agrarberichagrarberichtt“ wird seit 1993 alljährlich vom AgrarBündnis e.V. herausgegeben, einem Zusammenschluss von derzeit 24 Verbänden der bäuerlichen und ökologischen Landwirtschaft, des Umwelt- und Naturschutzes, des Tierschutzes, der Entwicklungszusammenarbeit sowie der Kirchen. „Der kritische Agrarbericht“ dokumentiert die ganze thematische Breite der agrapolitischen Debatte eines Jahres vor dem Hintergrund der europäischen und weltweiten Entwicklung. Weiterlesen

Ende des „Agraroptimismus“?

Zitat

von Uwe Hoering, Januar 2016

Nahrungsmittelkrise? Welche Nahrungsmittelkrise? Seit der Preisexplosion 2007/2008 sind die Weltmarktmarktpreise für Getreide, Milch und Fleisch deutlich gesunken, 2015 gegenüber dem Vorjahr allein um durchschnittlich 19 Prozent, wie die UN-Welternährungsorganisation FAO mitteilte. Stand der FAO-Index für die globalen Nahrungsmittelpreise 2011 bei knapp 2300 Punkten, so lag er Ende des vergangenen Jahres nur noch bei 154 Punkten.

Dafür gibt es viele Gründe: Die Agrarindustrie hat ihre Produktion hochgefahren, eine Folge sind volle Lager. Niedrige Energiepreise senken die Kosten für Treibstoff und Dünger. Die Nachfrage steigt weniger langsam als erwartet. Spekulanten halten sich aufgrund dieser Situation zurück.  Zwar wird im OECD-FAO Agricultural Outlook 2015-2014 vom Sommer 2015 prognostiziert, dass Preise auch zukünftig höher bleiben werden als in den frühen 2000er Jahren, doch die Erwartungen dauerhaft  hoher Nahrungsmittelpreise mussten zunächst korrigiert werden. Damit entfällt eine wichtige Rechtfertigung für die gegenwärtigen Konzepte der globalen Agrarpolitik.

Weiterlesen

TTIP gefährdet qualitätsorientierte Landwirtschaft

Quelle: KMU gegen TTIP

Eine Studie des Bundesverbands der grünen Wirtschaft (UnternehmensGrün e. V.) zeigt auf, wie TTIP qualitätsorientierte Landwirtschaft und Klein- und Mittelbetriebe gefährdet.

„Europäische Agrar-Unternehmen sind durch einen größeren Anteil bäuerlicher Familienbetriebe und kleinere Betriebsgrößen strukturell anders aufgestellt als amerikanische Betriebe – und damit nach strengen marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten unterlegen. „Wie die EU mit TTIP insbesondere die mittelständische Landwirtschaft und Verarbeitungsbetriebe in der Ernährungsbranche vor dieser Konkurrenz langfristig schützen will, ist unklar“

Weiterlesen

Bildungsmaterialien zu Finanzialisierung der Natur

In einer Kooperation von Finance and Trade Watch und dem FDCL – Forschungs- und Dokumentationszentru12 SCHRITTE GEGEN KLIMAWANDEL UND FÜR KLIMAGERECHTIGKEITm Chile-Lateinamerika e.V.  sind Bildungsmaterialien zu Klimaschutz und Klimapolitik für Oberstufenklassen entstanden. Die Bildungsmaterialien sind in 4 Modulen zu den Themenbereichen „Biodiversität“, „Wert der Natur“, „Pariser Klimaabkommen“ und „CO2-Handel“ aufgebaut und stehen als freie Downloads zur Verfügung.

Der Klimawandel ist eines der drängendsten Probleme unserer Zeit. Warum ist nach jahrzehntelanger Klimapolitik weiterhin keine Lösung in Sicht? Wie wird Klimaschutz gemacht – und wo finden sich dabei leider auch viele Widersprüche und Probleme? Welche Strategien wären tatsächlich notwendig?

Weiterlesen

Bäuerliche Organisationen aus Österreich und Indien einig: Produktionssteigerung und Exportoffensiven bieten keine Perspektive für den angeschlagenen Milchsektor

Mit Solidarität zwischen den bäuerlichen ErzeugerInnen und regionaler Vermarktung aus der Krise

Presseaussendung vom 13.01. 2016 von FIAN und IG-Milch

Die Liberalisierung der Milchmärkte, deren jüngster Schritt die Abschaffung der Milchquotenregelung war, bedroht die Existenz vieler milchproduzierender Betriebe in ganz Europa. Die propagierten Lösungen – Produktivitätssteigerungen und Exportorientierung – setzen die bäuerliche Milchproduktion aber auch global unter Druck. Auf Einladung des Bündnisses „Hands on the Land for Food Sovereignty“, dem auch die Menschenrechtsorganisation FIAN angehört, reist derzeit Kannaiyan Subramaniam, Milchbauer aus Tamil Nadu in Südindien durch Europa.
Subramaniam berichtet von einem relativ gut funktionierenden Milchmarkt in Indien, der auf einem Genossenschaftssystem sowie kleinbäuerlicher Produktion aufbaut. „Bei uns liegt der Durchschnitt bei bis zu fünf Kühen pro Hof, oftmals werden die Tiere im Hinterhof gehalten. Ein großer Hof, von denen es aber nur wenige gibt, besitzt bis zu 15 Kühe. 70 Prozent des Marktes liegt in den Händen dieser kleinen Betriebe, und insbesondere in den Händen der Frauen, die die Kontrolle über die Kühe haben.“ Rund 25 Prozent des landwirtschaftlichen Bruttosozialprodukts werde so erwirtschaftet.
Weiterlesen

23 000 Menschen demonstrieren in Berlin für bäuerliche Zukunftslandwirtschaft

Trotz eisiger Temperaturen und angeführt von 130 Traktoren – so viele wie nie zuvor – haben heute 23 000 Bauern und Verbraucher gemeinsam in Berlin für eine Agrarwende demonstriert. Unter dem Motto „Wir haben Agrarindustrie satt! Keine Zukunft ohne Bäuerinnen und Bauern“ zogen sie zum Bundeskanzleramt und forderten von der Bundesregierung die Weichen für eine bäuerliche und ökologischere Zukunftslandwirtschaft zu stellen.

Weiterlesen